Sonntag, 7. Oktober 2007

a night out in Soho

Hallo ihr Lieben!

Nun ein kurzer Bericht von Freitag Abend/Nacht! Dave, Janas lieber Mitbewohner, der eigentlich Graphikdesigner ist, hat uns mitgenommen in d a s Party-Stadtviertel Soho, im Herzen der Stadt. Es war unglaublich, wie viele Leute dort unterwegs waren, ich habe später versucht, ein paar Fotos von den Straßen zu machen, doch alles, was dabei rauskam, war das:






Nunja, wie man vielleicht sieht, hatten wir extrem viel Spaß - zuerst im King George, dann in nem anderen Pub inmitten der Partymeile und dann sind wir ab ins "Ghetto" - einem coolen gay Club in der Nähe derOxford Street.


Doch vorher schoss Jana noch ein paar, wiederum künstlerisch wertvolle, Fotos, die ihrem Gemütszustand zu diesem Zeitpunkt der Nahct meiner Meinung nach gut Ausdruck verleihen ;-)





Ein rundum gelungener Abend mit Dave, der im Übrigen durhaus ein paar Sätze deutsch sprechen kann und auf dessen Aussprache wir mächtig stolz waren. Doch nach einigen Pints (Memo an mich - 4 wären definitiv genug!) kam er nicht umhin, ein paar schmutzige, doch bestimmt in etwaigen Bewerbungsgesprächen nützliche Sätze zu erlernen (das ist doch unser Job, von wegen Vebreitung deutscher Sprache und Kultur, oder Jana?!?), wie etwa "Fick mich" - ohja, nur Dave hatte zuerst leichte Artikulationsprobleme und machte daraus "Film mich!" Na, wenn das nicht naughty ist?!

Und so tanzten und tanzten wir - wurden auf dem Klo von ein paar Frauen angebaggert, bekamen von betrunkenen Lesben Schminktipps und torkelten zufrieden nach Hause. Um ca. 5 fiel ich dann auf der WG-Couch in einen komatösen Tiefschlaf und, glaubt mir, Samstag ging nicht mehr viel *G*! Aber trotzdem war es das wert - trotz hangover. Meeehr!! Oh, doch die Soho-Tagestour ist nur verschoben, nicht aufgehoben!

Freitag, 5. Oktober 2007

Hello Miss!

Juhu! Freitag!! Heute also mein erster freier Tag (ansonsten ab sofort der Montag) und endlich Zeit, meine Wäsche zu waschen (was wirklich nötig war). Nunja, auf jeden Fall begab ich mich in einen Londoner Waschsalon, der auch im Übrigen genauso trostlos aussah, wie man das von Mr. Bean kennt, und dann ab an die Maschine. Denkste. Ich hab nichts verstanden und der Inhaber-Inder hat mir erstmal mit verständnisloser Miene die (für mich zumindest) tückischen technischen Feinheiten dieser Monsterwaschautomaten erklärt… als ich das meinem Süßen schrieb, erinnerte er mich gleich daran, wie ich meine Kathi kennen gelernt habe… nunja, das hatte damals auch etwas mit meinem fehlenden Verständnis für Waschapparate zu tun :-)! Wie du siehst, Kathi-Maus, es ist noch nicht wirklich besser geworden mit mir, aber immerhin hatte es auch was Gutes…

Nun hängt also Eileen’s ganzer Garten voll mit meiner Wäsche und ich genieße die Sonne, die uns heute überrascht hat. Endlich hat, nach langem Hin und Her, nun auch mein Stundenplan den Weg zu mir gefunden und so setzt sich langsam alles.

Seit gestern fühle ich mich nun auch als echtes Mitglied des Lehrerkollegiums („member of staff“), denn: Ich habe ein eigenes Passwort für die SchulPCs, ein echtes Lehrerkürzel (das ich natürlich schon wieder vergessen hab…), hänge im Lehrerzimmer rum (das absolut niemals und unter gar keinen Umständen von Schülern betreten werden darf!), wurde zum Lehrer-Dinner eingeladen, habe eine Einladung auf eine Fachmesse und darf sogar Schüler ermahnen und meines Unterrichts verweisen *höhö* (nein, das werde ich hoffentlich nie müssen :-))! Aber besonders süß finde ich, dass die Schüler mich jetzt mit den Worten „Hello Miss“ oder „Good Morning, Miss“ grüßen und ich gestern mit dem Direktor, im Übrigen einem echten Sir (!), und der Schulleitung am Lehrertisch gemittagt habe… merkwürdig, ich fühle mich noch gar nicht so erwachsen und doch habe ich jetzt auch eine große Verantwortung zu tragen, will meine Aufgaben gut erfüllen und mit Spaß an die Sache gehen.

Und weil das letzte Foto so bescheiden war, hier noch eins, zwei Fotos der Drayton Manor, die einfach so wunderschön aussieht.

Ansonsten habe ich mir heute eine englische SIM-Card gekauft und texte jetzt fröhlich vor mich hin… für heute Abend hat Jana vorgeschlagen, dass wir uns nach Soho aufmachen, dort ist ihr WG-Mitbewohner Dave zu einer Party eingeladen und wir hängen uns dran. Mal schauen, was da für ein Völkchen rumläuft (wenn ich Jude sehe, mach ich ein Foto für dich, Kathi ;-))! Und morgen (yipiee! Samstag) werden wir, nachdem wir den zu erwartenden Rausch ausgeschlafen haben, mal ein schönes Häagen Dasz-Café aufsuchen (ich schleife Janchen da einfach rein *g*, sie weiß noch nichts von meinem evil plan) und dann vielleicht mal die Vintage-Shops und Antiquariate von Soho im Tageslicht bewundern. Übrigens werde ich wohl jeden, der mich an einem Samstag hier besucht, auf einen dieser unglaublichen Märkte schleppen… also seid gewarnt! Das sind übrigens die besagten megatollen Ohrringe vom Portobello Market… und ein Foto als Lebensbeweis!

Mittwoch, 3. Oktober 2007

London Life

Mittlerweile 2 Wochen hier, fange ich langsam an, mich als echte Londonerin zu fühlen - ich entschuldige mich für alles (auch wenn ich nicht schuld bin), rattere Höflichkeitsfloskeln runter, sitze gelangweilt im Bus und kann mit dem Wechselgeld umgehen.

Zeit nun ein erstes kleines Fazit zu ziehen. Gute Entscheidung nach London zu gehen? Ja, in jedem Fall, auch wenn die kulturelle und sprachliche Umstellung auf komplett englisch (und nicht nur Uni oder Urlaubs-Englisch, sondern sämtliche Lebensbereiche umfassend) mir etwas zu schaffen macht, so bereue ich doch nicht, hierher gekommen zu sein. Jetzt jedoch, wie versprochen, erst einmal ein paar kleine Impressionen meines brandneuen Alltags.

Hier also der Ealing Broadway, bzw. die Seite, die etwas davon abgelegen ist. Traumhaft und irgendwie typisch englisch aussehend, oder?




Und so sieht eine zufriedene Jana an einer Ealinger Busstation mit leichtem Seitenwind aus ;-)! Das war bei unserem ersten Besuch in Ealing und das Wetter war beneidenswert... doch ich fang jetzt nicht, wie alle Engländer, an über's Wetter zu philosophieren (das ist, glaube ich, ansteckend!!)





Stattdessen präsentiere ich euch lieber ein leicht verk***es Foto der Drayton Manor... nunja, ich hab's vom Bus aus geschossen und ihr solltet mal sehen, wie Londoner Busfahrer so rumpreschen, der Wahnsinn!




Und, zu guter Letzt, hier mein privatpersönliches Portal zur Außenwelt... Trost, Ablenkung und Arbeitsgerät in Personalunion. Im Hintergrund ein unmöbliertes, aber deshalb nicht minder vollgepfropftes, Zimmer, welches ich stolz mein Eigen nennen darf.



Ansonsten habe ich mein Fensterbrett mit Fotos und Karten dekoriert, damit ich meine Liebsten immer sehen kann. Mein Stundenplan ist leider immernoch nicht fertig, aber das wird sicherlich noch. Viel Papierkram und Organisatorisches war zu erledigen und nun heißt es, die Schüler kennenzulernen, dazu dann hier mehr.

Montag, 1. Oktober 2007

woman@work

Heute nun also mein erster Tag in school… und well, Drayton Manor ist wirklich eine außergewöhnlich gute Schule. Lustig ist, dass es wohl 1600 Schüler und 200 Lehrer dort gibt, die sich nicht einmal alle gegenseitig mit Namen kennen und die Schulgebäude in ihrer Gesamtheit riesig und extrem weitläufig sind – trotzdem erzählen mir alle Lehrer, das sei ja soo eine kleine Schule und alles so beengt. Die sollten mal zu uns kommen :-)!
Heute erfuhr ich dann erstmal, dass Northolt eigentlich meine Stammschule ist und nicht Drayton – das kann lustig werden und morgen muss ich um einiges früher aufstehen um zu dieser Schule zu gelangen. Total lustig finde ich, dass mir Joan Tobin (head of modern foreign languages an der Drayton) verraten hat, dass die Northolt High School berühmt ist hier in England – und jetzt wird’s spacig: Es gab eine reality TV-Serie, in der der Northolt-Schulchor begleitet wurde. Sie begannen als blutige Anfänger und ohne wirkliches know-how und haben dann in den USA Gesangsunterricht bekommen – und das alles war auf BBC zu sehen letzten December und 2.5 Millionen Briten sahen allein schon die erste Folge!! Der Chor vertrat auch England auf mehreren internationalen Wettbewerben, u.a. in China. Wie cool ist das denn?! Joan meinte, vielleicht haben die noch eine Kopie davon rumliegen, das würde ich mir natürlich supergern anschauen. Oh, und ich hab mir vorgenommen, mich im Chor zu engagieren, wenn sie mich wollen :-)!
Ansonsten ist es hier im Ganzen nicht minder stressig, deshalb hab ich leider auch nicht geschafft, Bilder einzustellen, was ja rein layout-technisch etwas sehr schade ist, aber das wird vielleicht bald besser, mal schauen. Ich vermisse euch, auch wenn ich momentan sehr schlecht erreichbar bin und auch nur selten ins Netz kann, entschuldigt bitte. Auf jeden Fall lese ich eure Mails und freue mich sehr darüber… ich hab euch lieb!!

Free at last?!

Zuerst einmal muss ich mich bei euch dafür entschuldigen, dass ich mich in den letzten Tagen nicht wirklich oft gemeldet habe… das wird sich nun hoffentlich bald ändern. Ihr müsst euch die letzten Tage ungefähr so vorstellen: Ein Haus wird komplett vom Fußboden bis zum Dach renoviert – alle Wände, Fußböden und selbst die Fußleisten, Treppe… nunja, das bedeutet immerhin einigen Stress und Dreck. Dazu kommt allerdings noch, dass es einiges zu erledigen und zu besichtigen gibt. Doch dazu später. Auf jeden Fall sind nun die Fußböden fertig und mein Zimmer im Elmbank Way steht – nunja, bis auf die Möbel, die noch ihren Weg hierher finden werden, also gilt es weiterhin, es sich auf der großen Luftmatratze bequem zu machen und aus dem Koffer zu leben. Jana und ich glauben jedoch mittlerweile, dass es mit all diesen Anfangsschwierigkeiten und Unwägbarkeiten ist wie vermeintlich mit Geburtsschmerzen – es ist furchtbar, unglaublich stressig, aber man vergisst es bald und es wird überdeckt von all dem Schönen, das daraus erwächst :-).
Es wäre auch merkwürdig, wenn alles von Anfang an glatt gehen würde und auch wenn es gerade eine holprige Phase ist, so war es im Endeffekt bisher gar nicht so schwierig, sich hier zurecht zu finden. Dazu beigetragen hat mit Sicherheit auch, dass Jana und ich uns hier gemeinsam durchgeboxt haben… das war echt super und auch wenn Jana heute in ihre eigene WG gezogen ist, werden wir auf jeden Fall einiges zusammen unternehmen.
Gestern nun, nachdem wir zwei Tage lang im Haus gewerkelt hatten (siehe Fußleisten…) haben wir uns endlich mal auf den Weg nach Notting Hill gemacht. Well, den Travel Bookshop haben wir noch nicht gesehen, dafür aber den echt freakigen Portobello Market besucht und auch gleich zugeschlagen bei einem Paar grüner Ohrringe und einer lilafarbenen retro Riesentasche (die soooo toll ist, dass Jana sie in gelb hat)… Danach ging es in die riesige Oxfordstreet, die es unbedingt eingehender zu beshoppen gilt.


Zu guter Letzt machten wir uns auf nach Camden Town, dem In-Viertel, um dort im Dublin Castle (s. oben, auch Amy Winehouse, die in Camden wohnt, ist dort oftdem Delirium nahe zu sehen! Dabei sieht es so harmlos aus im grellen Tageslicht...) tanzen zu gehen. Also ich muss schon sagen, das war einfach genial – schon nach einem Bier hatten wir neue Bekannte, nach zweien haben wir getanzt und gelacht und nach dem dritten hielt uns nichts mehr. Es war einfach total geil und muss wiederholt werden. Doch noch etwas brachte der Abend mit sich. Als Jana kurz nach draußen ging, lief sie direkt Kati, über den Weg, einer total lieben und coolen Kanadierin, die wir gerade einige Tage zuvor im London Backpackers kennen gelernt hatten!! Unglaublich, dass wir sie wieder getroffen haben, im riesigen London. Im Schlepptau hatte sie ihre neuen, unglaublich lieben WG-Mitbewohner… und zu ihrer Housewarming Party geht’s dann wieder gen Richtung Northern London. Auf jeden Fall begeleitete uns ein schwerer Lachanfall durch die Straßen von Camden Town – und alle 30m erkundigten sich fragwürdige Gestalten, ob wir „etwas brauchen“… also es mag schon etwas gefährlich und zwielichtig dort sein, doch zum Feiern ist es 1a.

Nun ein kurzer Kommentar meinerseits zu den Londoner Nachtbussen – gibt es auf diesem Erdenrund mehr als 3 Menschen, die dieses System verstehen?! Und falls ja, warum gehöre ich dann nicht dazu? Es ist einfach furchtbar zu versuchen, mit dem Nachtbus quer durch die Stadt zu brausen. Doch falls es sich nicht vermeiden lässt, dann sollte man sich vorher fix schlau machen, denn im, nunja, angeheiterten Zustand sind die Karten auch nicht besser zu deuten ;-)!
Nun ist es bereits Montag Morgen und in weinigen Stunden beginnt mein erster Schultag. Free at last? Nunja, zumindest in der Hinsicht, dass die großen Arbeiten am Haus morgen beendet werden und ich dann in meinem eigenen Zimmer auch mal die Tür hinter mir zumachen kann, was auch mal ganz schön ist. Bald werden dann auch die ganzen Fotos ihren Platz finden… es ist schön, die Liebsten auf Fotos zu sehen und vor allem meinen Schatz. Hier kommt ein gaaanz liebevoller Kuss für meinen Bernd!! Ich liebe dich und ich vermisse dich sehr… Gute Nacht, ihr Lieben!

Mittwoch, 26. September 2007

„Just sit down and have a nice cup of tea“

Nach ein paar Tagen hier auf der Insel sind Jana und mir so einige kulturelle und sprachliche Besonderheiten aufgefallen, die einfach total sympathisch, etwas erstaunlich oder fast unglaublich sind. Jeder Tag hier hält Neues für uns bereit und man merkt, wie sehr man auch auf die kleinsten Details achtet (Kleidung und Make-up einer Verkäuferin, Aussehen der Schule im Vorbeifahren…), weil man eben noch nicht im Alltag angekommen, sondern inmitten etwas absolut Neuen. Doch gerade das macht unglaublich viel Spaß und ist sehr spannend.

Was uns beeindruckt hat, war die Hilfsbereitschaft der meisten Menschen hier. Letztens standen wir irgendwo in der Nähe von Isleworth/Hounslow an einer Bushaltestelle ins Niemandsland. Jana fragte 2 Schuljungen nach dem Weg, daraufhin schaltete sich eine Omi ins Gespräch ein und zu guter Letzt noch eine weitere Passantin, sodass 4 vollkommen fremde Leute uns Ratschläge zum besten Weg zurück in die Zivilisation (*g*) gaben!! Einfach total lieb. Was uns am Anfang etwas irritiert hat, sind die Ortsangaben und Wegbeschreibungen in London – frage einen Londoner nach dem Weg und du bekommst fast immer die gleiche Antwort „Oh, it’s just down the road“ (nur die Straße runter) – auch wenn das Ziel 10 km entfernt ist, „it’s just within walking distance“ (man kann dahin laufen). Hehe, also vorher in den A-Z (Straßenverzeichnis) geschaut und dann fix einen Bus gesucht.



Genial ist auch, dass man hier fast alles fix und fertig und direkt bekommt. Nehmen wir einmal das Essen. Der gemeine Londoner, so Eileen, würde selten auf die Idee kommen zu kochen. Das ist hier ein eher exotisches Hobby, denn die Wohnungen sind klein und dafür die Versuchung groß, alles fix und fertig zubereitet (!) und frisch im Supermarkt einzukaufen und dann in die Mikrowelle zu stopfen. Das beste Beispiel für eine solche Kette ist Mark’s & Spencer – in dem es alles in kleinen Portionen fertig abgepackt und appetitlich hergerichtet gibt – vom Sandwich (göttlich!! Karamellisierte Zwiebeln!!!) über Salate bishin zu gebratenem Huhn oder ofenfertig-geschichteten Lasagne. Interessant finde ich auch, dass das WG-Leben hier meist keine freiwillig gewählte Daseinsform ist, sondern den verdammt hohen Mietpreisen „geschuldet“. Daher wohnen selbst komplett erwachsene Arbeitnehmer (selbst solche, die verhältnismäßig gut verdienen wie Lehrer) in WGs statt ihre eigene kleine Wohnung zu haben. Zum Vergleich – ich habe jetzt ein wirklich, wirklich günstiges Zimmer gefunden für diese Größe. Es ist etwa 13qm (geschätzt) und kostet £ 360/Monat, was etwa € 470 sind. Dafür bekommt man in Deutschland schon eine komplette Wohnung. Sehr saftig also alles hier, ebenso wie die Lebensmittelpreise, doch man gewöhnt sich sehr schnell daran.







Angesichts solcher Umstände haben die Engländer jedoch häufig auch eine Universallösung parat: „Just sit down and have a nice cup of tea!“ und tatsächlich schmeckt Tee mit Milch ganz lecker, wenn man sich drauf einlässt :-)! Jedenfalls hat es genau die richtige Wirkung, man sitzt zusammen, trinkt Tee und lässt den Tag revue passieren, macht Witze und entspannt sich. Ein schönes Ritual, wenn ihr mich fragt, also werdet ihr wohl von mir ab sofort öfter mal zum Tee eingeladen werden…



Ealing gefällt mir übrigens richtig gut. Mittlerweile sind wir ja in mein neues Zimmer eingezogen. Meine Mitbewohnerin und eigentlich auch „landlady“ heißt übrigens auch Eileen, nur eben mit E statt mit A. Sie ist einfach pragmatisch. Ich denke sowieso, dass hier dem Chaos einfach mit Pragmatismus und Humor statt mit Jammern und Stöhnen begegnet wird… Ich meine, sie war die erste, die ich überhaupt angerufen habe und wohnt hier selbst noch auf einer Baustelle, doch mittlerweile haben wir uns hier ganz gut, wenn auch provisorisch, eingelebt. Diese Woche wir der Fußboden abgeschleift und nächste Woche die Wände gestrichen und in etwa 2 Wochen werden hier wohl auch echte, richtige Möbel stehen. So lange schlafen Jana und ich auf Luftmatratzen und versuchen, es uns so gemütlich wie möglich zu machen.

Sonntag, 23. September 2007

Settling IN

Guten Morgen!
Gestern ist es bereits so spät geworden und daher mache ich einfach jetzt weiter... es ist schon merkwürdig, kaum ist man ein wenig unterwegs, erlebt man einfach zu viele Dinge um sie sich zu merken und hier einstellen zu können.

Aber Jana hat ein total cooles Bild geschossen (immerhin studiert sie Kunst und ist wirklich begabt - Grüßa an Jana :-)) ... gestern Abend, als ich gerade auf dem Hostelflur sitzend gepostet habe.


...übrigens haben wir beide hier wohl schon den Ruf der komischen deutschen Internetfreaks weg ;-)! Aber was tut man nicht alles! Oh, ich wollte übrigens heute mal ein dickes, fettes Dankeschön an alle sagen, die mir sooo einen schönen Abschied beschert haben - ihr seid einfach wundervoll und ich wüsste nicht, was ich ohne euch tun würde. Und gerade an meine Besten - ihr wart wundervoll, gerade in schweren Zeiten erkennt man, wer wirklich zu einem hält und ein echter Freund ist und wer nur ein Sonnenschein-Bekannter ist... und natürlich an meinen lieben Schatz, der einfach wundervoll für meine Familie und Co gekocht hat und einfach der beste Mann der Welt ist!! Ich liebe dich!!Oh, doch ich möchte euch auch nicht das obligatorische Picadilly Circus-Foto vorenthalten, also: Hier ist es.




Gestern haben wir uns dann auch einen "ultimate Burger" gegönnt, der wirklich ultimativ lecker war. Und ein paar Straßen vom Picadilly entfernt, waren wir plötzlich in China Town... Jana meinte treffender Weise, dass einen wo auch immer man aussteigt, ein neues London erwartet - in Houndslow, wo Janas Lampton School ist, laufen z.B. suuuper viele Inder rum und in Ealing sollen es viele Pakistani und Polen sein. Ist schon sehr bunt hier, aber ich liebe das. Irgendwie ist es mega sympathisch, dass es hier so viele unterschiedlich aussehende Menschen gibt. Ha, habe übrigens auch einige fashion victims gesehen und Kathis Beobachtung kann ich nur bestätigen: In England sind momentan Ballerinas, Röhrenjeans (auch bei Kerlen) und geometrische, an die 80er erinnernde Prints en vogue. Also falls ihr den "London look" bekommen wollt, müsst ihr einfach alte Leggings und son Kram entmotten...


Und hier noch ein weiteres künstlerisch wertvolles Foto - Jana, Janas Fuß et moi in der tube. Die tube ist super, nur leider habe ich meine Reisekrankheit noch nciht ganz überwunden und so kommt es, dass ich manchmal etwas blass um die Nase und schwummerig aussehe, wenn wir gerade mal wieder quer durch London gebraust sind... ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass sich das irgendwann mal bessert - sonst werden meine späteren Schüler einige "witzige" Klassenfahrten mit mir erleben :-)!

Heute treffen wir Meike, Janas Vorgängerin, wohl in Ealing. Ich bin gespannt, was sie uns alles zu berichten hat und welche Tipps sie an uns weitergibt. Und dann werden wir vllt. noch das ein oder andere Zimmer für Jana begutachten und letztendlich ein paar Sachen in meine neue Bleibe im Elmbank Way schleppen, da wir morgen aus dem Hostel ausziehen und erstmal in meinem neuen Heim (das noch renoviert wird!) unterkommen dürfen. Doch dazu dann einfach mehr. Ich freu mich übrigens seeehr über (momentan) elektronische Post von euch und hoffe, dass ihr es euch auch gut gehen lasst und ab und zu an mich denkt. Eure Leene